Stiftung Demokratie Saarland Exkursionen

Studienfahrt

AUSGEBUCHT: Fahrt nach Auschwitz

In Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und gefördert vom IBB sowie der Montan-Stiftung

Diese Fahrt richtet sich ausschließlich an Jugendliche und junge Erwachsene als Einzelpersonen, sie kann nicht von ganzen Klassenverbänden gebucht werden.


Auschwitz:

Auschwitz war ein deutscher Lagerkomplex zur Zeit des Nationalsozialismus. Er bestand aus dem KZ Auschwitz I (Stammlager), dem Vernichtungslager Auschwitz II - Birkenau, dem Arbeitslager III - Monowitz und ca. 50 weiteren Außenlagern. Nach Auschwitz wurden weit über 1 Million Menschen aus ganz Europa deportiert, etwa 90 % waren Juden. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich auf 1,1 bis 1,5 Millionen. Sie wurden durch Zyklon B ermordet oder starben durch Folter, Zwangsarbeit, Krankheiten, Menschenversuche oder Exekutionen. Am 27. Januar 1945 wurde Auschwitz von den Russen befreit; überlebt haben etwa 200 000 Menschen.

  • Auschwitz I (Stammlager) wurde von der SS in den Gebäuden einer ehemaligen polnischen Kaserne errichtet, und am 20. Mai 1940 trafen die ersten KZ-Häftlinge im Lager ein. Einer der Blocks (11) war ein lagerinternes Gefängnis mit Stehbunker; tausende seiner Häftlinge wurden selektiert und an der so genannten„Schwarzen Wand" erschossen.
  • Auschwitz II (Birkenau): Im Oktober 1941 begann der Bau des 2. Lagers Auschwitz-Birkenau. Ursprünglich für 100.000 Häftlinge vorgesehen, ließ die SS es als Vernichtungslager errichten mit dem Ziel einer industrialisierten Vernichtung von Menschen. Hier wurden über eine Million Menschen ermordet, größtenteils Juden, Sinti und Roma. Ausschwitz II wurde von der UNESCO zum Teil des Weltkulturerbes erklärt.
  • Auschwitz III (Monowitz) wurde auf Initiative und Kosten der I.G. Farben AG ab 1941 in Monowitz errichtet und am 28. Oktober in Betrieb genommen. Die KZ-Häftlinge mussten Zwangsarbeit verrichten, synthetisches Gummi und Benzin herstellen („Vernichtung durch Arbeit").

In den Außen- und Nebenlagern wurden die etwa 40 000 Zwangsarbeiter vor allem auf landwirtschaftlichen Versuchsflächen, in Kohlebergwerken sowie in der Instandhaltung von Kriegsgerät eingesetzt.

 

Unsere Motivation:

Am 8. Mai 1945, vor 76 Jahren, endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Seitdem leben wir hier in Frieden und in demokratischen Verhältnissen. Für unsere Jugend scheint dies eine Selbstverständlichkeit. Doch für Frieden und Demokratie müssen wir uns einsetzen, uns stark machen. Frieden ist Schwerstarbeit. Dies wollen wir Jugendlichen an geschichtsträchtigen Orten vermitteln und zeigen, was Diktatur, Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus bewirken. Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart und die Zukunft erfolgreich bewältigen. Die Fehler aus der Vergangenheit dürfen sich nicht wiederholen.

Durch die Projektarbeit an einem Ort, der schockiert, der aufzeigt, wozu Menschen in der Lage sind, sollen die TeilnehmerInnen nicht nur über die Vergangenheit informiert werden, sondern sich aktiv mit den Ursachen und Folgen eines totalitären und verbrecherischen Regimes auseinandersetzen. Denn wie wichtig die Entwicklung und Stärkung der Gedenk- und Erinnerungskultur ist, macht die aktuelle Entwicklung in Europa deutlich. Nationalismus macht sich wieder in sehr vielen Staaten breit, Rechtsextremismus und Antisemitismus nehmen wieder zu, Europa droht auseinanderzufallen.

 

Das Programm:

18. Oktober 2021:  06:00 Uhr:  Fahrt nach Auschwitz mit Reisepausen
                               21:00 Uhr:  Ankunft im Zentrum für Dialog und Gebet

19. Oktober 2021:  Führung durch das Stammlager Auschwitz I &  Workshops

20. Oktober 2020:  Führung durch KZ Auschwitz II (Birkenau), Seminar & Hintergrundgespräch

21. Oktober 2021:  Workshop, Seminar & Hintergrundgespräch

22. Oktober 2021:  Besichtigung der Stadt Oswiecim (Auschwitz) und des Jüdischen Zentrums mit Synagoge
                               und Ausstellung, Fahrt nach Krakau, Stadtführung

23. Oktober 2021:  Besichtigung des Judenviertels („Schindlers Liste“), Krakau auf eigene Faust und Heimfahrt
                               ins Saarland

24. Oktober 2021:  07:00 Uhr: Rückkehr

Abfahrt und Ankunft sind auf dem Parkplatz in der Europaallee in Saarbrücken.

 

Die Seminare:

Zur Vor- und Nachbereitung der Fahrt finden an Samstagen bei uns im Haus Seminare statt, deren Teilnahme verpflichtend ist. Die Termine sind:

25. September 2021: Inhaltliches Einführungsseminar mit Multimediapräsentation, Gruppenarbeit sowie
                                  einer 4-stündigen Exkursion zu den Spuren der Naziherrschaft in Saarbrücken.

2. Oktober 2021:       Workshop, in dem sich die Teilnehmenden selbständig mit tiefergehenden Aspekten des
                                  Themas vertraut machen (Internetrecherche, Bibliotheksbesuch) und anschließend ihre
                                  Ergebnisse dokumentieren und präsentieren.

11. &
18. Dezember 2021:  Dokumentation der Reise mittels unterschiedlicher Medien: Erarbeitung einer Ausstellung,
                                  einer Multimedia-Präsentation für die Veröffentlichung in sozialen Netzwerken, Artikel für
                                  Schülerzeitungen...

 

Teilnahmebedingungen (Auszug):

Teilnehmen können alle Jugendlichen und junge Erwachsene zwischen 16 und 26 Jahren aus einem EU-Mitgliedsland bzw. die eine Aufenthaltserlaubnis für die gesamte EU haben und die der deutschen Sprache ausreichend mächtig sind. Minderjährige benötigen eine schriftliche Einverständniserklärung ihres/ihrer Erziehungsberechtigten, welche die Teilnahme und die Erlaubnis umfasst, sich ggf. auch ohne Aufsicht in Gruppen von mindestens drei Personen frei bewegen zu dürfen. Für die Teilnahme wird ein Unkostenbeitrag in Höhe von 50,00 € verlangt.

Anmeldungen werden bis zum 31. August 2021 entgegengenommen, eine kostenfreie Abmeldung ist bis zum 18. September 2021 möglich. Danach müssen wir eine Stornogebühr in Höhe von 50,00 € pro TeilnehmerIn verlangen.

Die ausführlichen Teilnahmebedingungen sowie die verbindlichen Anmeldeformulare können Sie hier herunterladen oder von co@sdsaar.de anfordern. Das auf Sie zutreffende Anmeldeformular schicken Sie uns bitte ausgefüllt per Post zu.

 

  • 18. Oktober 2021
  • AnsprechpartnerIn
    Carmen Oschmann
    0681 - 906 26 - 21 co@sdsaar.de




Photomontage: Kinder im KZ & Schriftzug vom Tor Photos von jugendlichen Opfern Verbrennungsöfen im Krematorium Die Verbrennung von Leichen

Die Veranstalter:

Die Fahrt wird veranstaltet von der Stiftung Demokratie Saarland in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und gefördert von dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk (IBB), der Montanstiftung Saar, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  sowie dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen & Familie des Saarlandes (Landesjugendamt).