Dr. Alena Wagnerová

aus dem mährischen Brno/Brünn stammende und seit 1969 in Saarbrücken und Prag lebende deutsch-tschechische Schriftstellerin, Kulturpublizistin und Oral-Historikerin, promovierte Biologin und Pädagogin. Sie beschäftigt sich in ihrer literarischen wie auch publizistischen Arbeit systematisch mit der Kultur und Geschichte Mitteleuropas, den deutsch-tschechischen Beziehungen und der Stellung der Frau in der modernen Gesellschaft. In diesem Zusammenhang veröffentlichte sie Bücher über Franz Kafka und seine Familie, Milena Jesenská, Sidonie Nádherná und weitere Persönlichkeiten des alten Mitteleuropa. In den Jahren 2004 bis 2007 leitete sie den oral-historischen Teil der Dokumentation der tschechischen Regierung: „Schicksale deutscher NS-Gegnern aus den Sudeten." Für ihr Engagement für die deutsch-tschechische Verständigung wurde sie 2005 mit dem Pelikán Preis der Zeitschrift Listy, 2017 mit dem Preis Gratias agit des Außenministerium der ČR und 2019 mit dem Sonderpreis des Deutsch-tschechischen Zukunftsfond ausgezeichnet. Zu ihren Publikationen zählen u.a. „Das Leben der Sidonie Nádherný" (dt. 2003), „Was hat ein Tscheche im Elsaß zu suchen" (2007) oder „Helden der Hoffnung – die anderen Deutschen aus den Sudeten 1935-1989" (dt. 2008, Hg.).

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Dr. Alena Wagnerová