Seminar

Die Geschichte der internationalen Beziehungen

des 20.- 21. Jahrhunderts

Das 20. Jahrhundert begann mit seiner „Urkatastrophe“ (George F. Kennan), dem Ersten Weltkrieg, und der massiven Verschuldung fast aller kriegführenden Mächte. In Folge des Krieges kamen die beiden das Jahrhundert bestimmenden Ideologien an die Macht, der Kommunismus und der Faschismus. Der japanische Imperialismus und der Nationalsozialismus expandierten aggressiv in weite Teile ihrer Großregionen. Mit dem Sieg der Alliierten wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zwar ein gegenüber dem Völkerbund der Zwischenkriegszeit verbessertes Modell internationaler Konfliktregelung durchgesetzt, aber die Vereinten Nationen litten an der Spaltung der Welt in zwei feindliche Blöcke. Vierzig Jahre lang wirkte sich der Kalte Krieg auf so gut wie alle internationalen Beziehungen aus, vor allem auf den Prozess der Dekolonisierung und die Stellvertreterkriege. Obwohl ein Nebenprodukt des Ost-West-Konfliktes, blieb das oberste Ziel der europäischen Einigung die kontinentale Friedenssicherung durch den Abbau nationaler Egoismen. Nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus in Europa wird die neue bipolare Weltordnung heute vom Gegensatz westlicher demokratischer und ideologisch schwach definierter diktatorischer Regime bestimmt.

Inhalte:

  • Erster Weltkrieg und seine Folgen
  • Faschismen und Zweiter Weltkrieg
  • Die bipolare Weltordnung
  • Europäische Integration
  • 08. Juni 2024
    9:00 Uhr16:30 Uhr
  • Politische Akademie der SDS
    Europaallee 18
    66113 Saarbrücken

  • AnsprechpartnerIn
    Carmen Oschmann
    0681 - 906 26 - 21
    co@sdsaar.de



Wolfgang Freund

ist Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte der Universität des Saarlandes. Bis vor kurzem war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Luxemburg in einem Forschungsprojekt zum Arbeiten und zur Arbeit des namhaften luxemburgischen Historikers Gilbert Trausch und in Frankreich Lehrbeauftragter am Deutsch-Französischen Studiengang in Nancy des Institut d’Études Politiques – Sciences Po Paris. Freund ist Faschismusforscher und arbeitet zur Wissenschaftsgeschichte und zur Fußballgeschichte im Frankreich und Deutschland der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Veröffentlichung: Volk, Reich und Westgrenze: Deutschtumswissenschaften und Politik in der Pfalz, im Saarland und im annektierten Lothringen 1925–1945 (Saarbrücken: 2006). 

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Dr. Wolfgang Freund