Online: Seminar

Die Seidenstraßen-Illusion. Weshalb ein ‚Superkontinent’ Eurasien unter chinesischer Führung unwahrscheinlich ist

Kein anderes internationales Entwicklungsprogramm hat in diesem Jahrhundert so kontroverse Reaktionen hervorgerufen wie das 2013 von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping initiierte Projekt der „Neuen Seidenstraßen". Dieses bietet eine Projektionsfläche für Hoffnungen auf neue Formen der „Konnektivität" oder gar die Entstehung eines eurasischen „Superkontinents" als Kraftzentrum der Weltwirtschaft unter Chinas Führung. In offenem Widerspruch dazu stehen Ängste vor einer von China bestimmten Achse autokratischer Systeme oder vor „Schuldenfallen", in die China alle Beteiligten zwinge. Dieses Seminar nimmt die Kontroverse zum Anlass, grundsätzlich die Erfolgsaussichten dieses „Jahrhundertprojekts" zu thematisieren.

Inhalte:

  • Einführung: Grundzüge der Seidenstraßen-Initiativen
  • Überschwängliche Erwartungen – Fundamentale Kritik: Die Kontroverse um das Projekt
  • Analyse und Bewertung: Chancen und Grenzen eines neuen eurasischen ‚Superkontinents'
  • 26. Juni 2021
    9:30 Uhr13:00 Uhr
  • Online

  • AnsprechpartnerIn
    Monika Petry
    0681 - 906 26 - 13
    mp@sdsaar.de



Prof. Dr. Dirk Schmidt

Jahrgang 1968, Studium der Politikwissenschaft, neueren Geschichte, Englischen Philologie und chinesischen Sprache in Saarbrücken, Newcastle upon Tyne und Taiwan; Promotion am Institut für Politikwissenschaft/Arbeitsstelle für Politik Chinas und Ostasiens an der Universität des Saarlandes; seit 2004 an der Universität Trier, von Oktober 2013 bis August 2018 Vertreter der dortigen Professur für Politik und Wirtschaft Chinas. Arbeitsschwerpunkte: Politische Ökonomie Chinas, Chinesische Außenpolitik (inkl. Außenwirtschaft und Sicherheitspolitik).

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Prof. Dr. Dirk Schmidt