Seminar

Nach dem Ende des deutschen Steinkohlebergbaus Bergbaukultur und Bergbaugeschichte: Was bleibt von der Kohle und vom Bergbau an der Saar?

Das Seminar vermittelt auf der einen Seite die historischen Sachverhalte der Entwicklung des Landes an der Saar. Dabei wird vor allem die Prägung der Region durch den Bergbau auf Steinkohlen dargestellt. Auf der anderen Seite geht es um die Frage, was wir aus unserer bergbaulichen Vergangenheit lernen können und welche Werte bzw. Fähigkeiten, die in weit über 200 Jahre Saarbergbau gewachsen sind, in den Menschen „weiterleben“. Und es geht im Seminar um unser bergbauliches Erbe. Somit stehen auch Fragen des Strukturwandels, des Umgangs mit unserem industriellen Erbe und der Erinnerungskultur auf dem Programm.

Das Saarland wurde spätestens seit der Verstaatlichung des Bergbaus im Jahre 1751 von dieser Industrie entscheidend geprägt. 2012 endete dann die Kohle-Ära an der Saar. Geblieben sind Sachzeugnisse wie Fördertürme und Fördermaschinen, eine vom Bergbau geprägte Landschaft mit Halden, Weihern und Industriebrachen und die Menschen, in denen die Erinnerung und auch die „Werte“ und Fertigkeiten, für die der Bergbergbau stand, noch immer präsent sind. Einzelne Punkte, die im Seminar diskutiert werden:

 

Inhalte:

  • Historische Entwicklung des Bergbaus auf Steinkohlen im Saarland und das Ende des Saarbergbaus 2012 – Vorgeschichte und „Vollzug“
  • Die Bergbaureviere im Saarland: Saarkohlenwald, Ensdorfer Raum und Warndt
  • Ausgewählte Orte des Bergbaus an der Saar
  • Bergbauliche Themen - von Technik, Architektur, Landschaftsgeschichte, Geschichte der Industriegesellschaft und bergbaulicher Kunst
  • Bergmännische Erinnerungskultur und Traditionspflege
  • Bergbaukultur - Strukturwandel - neue Möglichkeiten für Arbeit, Wirtschaft und Umwelt auf alten Bergbauflächen?
  • 31. August 2024
    9:00 Uhr16:30 Uhr
  • Politische Akademie der SDS
    Europaallee 18
    66113 Saarbrücken

  • AnsprechpartnerIn
    Monika Petry
    0681 - 906 26 - 13
    mp@sdsaar.de



Delf Slotta

Jahrgang 1958, geboren in Göttingen und wohnhaft in Saarbrücken. Diplomierter Geograph und Landeskundler, Regierungs-Direktor; Arbeitsschwerpunkte: Industriegeschichte und Industriekultur, Landesgeschichte, Fragen des Strukturwandels, der Transformation von Industrieflächen und der Denkmalpflege; Vorstand, Beirat und Berater in zahlreichen Akademien, Kammern, Kuratorien, Stiftungen und Vereinen; Zahlreiche Bücher, gutachterliche Stellungnahmen, Ausstellungen und Forschungsarbeiten.

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Delf Slotta