Exkursion

Transformation und Konversion von 120 Hektar Bergbauflächen zum „Campus Göttelborn“

Exkursion durch Göttelborn

Mit der Schließung des Bergwerks Göttelborn-Reden im Jahr 2000 fielen auch am Grubenstandort Göttelborn 120 Hektar Bergbauflächen weg. Es war Zeit für einen Strukturwandel! Die Landesregierung gründete die Industriekultur Saar GmbH mit dem Ziel, neue Arbeitsplätze auf alten Industrieflächen zu schaffen. Dabei sollen Aspekte wie Ökonomie, Arbeit, Kultur und Landschaft in einem ganzheitlichen und interdisziplinären Prozess miteinander verbunden werden. Göttelborn ist ein Beispiel dafür.

Das gesamte Grubengelände der RAG wurde in den Landesbesitz übernommen, um die Flächen, die aus Gebäuden, Verkehrsinfrastrukturen und großen Entsorgungsbereichen bestehen, transformieren und konvertieren zu können. Heute, 23 Jahre nach Beendigung des Bergbaus am Standort Göttelborn, bieten die Tagesanlagen der früheren Grube ein vielfältiges Bild. Einige Teile des Areals präsentieren sich in neuem Gewand, während auf anderen Teilen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Während des Rundgangs werden wir uns die Betriebsgebäude, Halden- und Siedlungsbereiche ansehen. Wir suchen nach Gründen für den aktuellen Zustand des Campus Göttelborn.

Gutes Schuhwerk wird empfohlen.

Die Tour ist kostenlos.
Begleiter:in: Delf Slotta, Industriekultur-Fan
Treffpunkt: „Campus Göttelborn“ am „Parkplatz Rundweg Bergehalde“ nahe dem Hydac-Werk Göttelborn.
Stadttour Anmeldung empfohlen: post@moderne-exkursionen.de
Dauer: ca. 3 Stunden

Teil der Reihe: Moderne Exkursionen – Transformation konkret

Im Bewusstsein der gesamten Gesellschaft ist angekommen, dass das Wirtschaften und Zusammenleben deutlich herausfordernder geworden sind. Viele aktuelle, krisenhafte Entwicklungen verlaufen gleichzeitig und beeinflussen sich gegenseitig. Dazu gehören die demografische Entwicklung, die Klimakrise, die allgemeine Digitalisierung mit dem Vormarsch sogenannter künstlicher Intelligenz, der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen wirtschaftlichen Verwerfungen, die weltweiten Migrationsbewegungen und noch einige andere. Den dadurch ausgelösten Transformationen möchte Frank Lichtlein gemeinsam mit den Exkursionsteilnehmer:innen nachspüren.
Und zwar nicht in einem Vortrag, sondern direkt vor Ort, im direkten Austausch mit Menschen, die bereits konkret an und in der Transformation arbeiten, am Ort des Geschehens - soweit das möglich ist. Wir werden verschiedene gesellschaftlichen Bereiche, unterschiedliche Wirtschaftssektoren mit unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Manchmal ist es auch notwendig, nicht nur zu beschreiben, worum es geht, sondern auch deutlich zu machen, worum es nicht geht: Es geht nicht darum, ob wir uns z.B. der Digitalisierung, der Demografie oder dem Klimawandel entziehen können, sondern wie wir damit umgehen.

  • 16. März 2024
    14:00 Uhr17:00 Uhr
  • Campus Göttelborn
    am „Parkplatz Rundweg Bergehalde“
    nahe dem Hydac-Werk Göttelborn.

  • AnsprechpartnerIn
    Frank Lichtlein
    0681 9062620
    post@moderne-exkursionen.de



Frank Lichtlein

Als langjähriger IT-Projektmanager musste ich mich immer wieder auf neue Projektsituationen, Menschen und Themen einstellen.Dazu gehörten Projekte in den Bereichen Logistik, z.B. Gefahrgutabwicklung in der  Automobilindustrie, Finanzdienstleistungen z.B. Projekte zur Bekämpfung der Geldwäsche,  IT, z.B. Optimierung der IT eines Versicherungskonzerns und einiges mehr. Kenntnisse der Prozessoptimierung in der IT lassen sich auf viele Bereiche übertragen.
Deshalb möchte ich mich mit den anstehenden Transformationen in unterschiedlichen Branchen beschäftigen und mit interessierten Menschen hinter die Kulissen schauen. Ich habe das Gefühl, dass wir einer Zeit leben, in der in vielen Bereichen gravierende Änderungen anstehen. Diese Veränderungen lösen Sorgen und Ängste aus. Aber es zeichnen sich zur Zeit auch unendlich viele neue Perspektiven ab. Das fasziniert mich. Veränderungen werden oft nur als Problem wahrgenommen. Das können sie zweifelsfrei auch sein und dennoch sind die Herausforderungen anzunehmen. Menschen werden gezwungen, sich neu zu orientieren. Das ist mir selbst auch so gegangen. Nach meinem Studium musste ich feststellen, dass meine Spezialisierung zum damaligen Zeitpunkt nicht gefragt war. Heute bin ich froh, dass ich als Reaktion auf meine Arbeitslosigkeit den Weg in die IT  gefunden habe. Mir ist es wichtig, die Chancen in den Veränderungen zu sehen. Als ehemaliger geschäftsführender Vorstand von Geographie ohne Grenzen habe ich viel Erfahrung in der Organisation von Rundgängen gewonnen. In meiner freiberuflichen Tätigkeit möchte ich Themen in unterschiedlichen Gebieten und wirtschaftlichen Branchen vorstellen, die sich mit der aktuellen Lebensrealität einer Gesellschaft im Umbruch beschäftigen.

we_path

Frank Lichtlein, copyright Claus Kuhn