Seminar

Ziel der Politik ist der Friede

Nachdenken über den Zusammenhang von Frieden und Geschlechtergerechtigkeit

Mittlerweile gibt es etliche Bücher von Männern, die das patriarchalische Männerbild in Frage stellen. Wie kürzlich JJ Bola in „Sei kein Mann – Einsteigerbuch für Heteromänner". Darin schreibt er, dass es zu Gewalt und Attentaten führe, wenn die kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeit fehle. „Wenn zwei Männer sich umarmen oder küssen, ist das für uns ein merkwürdigerer Anblick, als wenn zwei Männer sich die Köpfe einschlagen."

Demgegenüber gibt es Männer, die in der Geschlechtergerechtigkeit eine Herabminderung ihrer selbst empfinden. Sie glauben, an Macht und an Ansehen zu verlieren. Sie sehen ihren Selbstwert schwinden. Sie organisieren sich in Parteien oder formieren sich in Gruppierungen wie die proud boys, einer rein männlichen Organisation, die glauben, dass Männer, insbesondere weiße Männer, in der westlichen Kultur von Auslöschung bedroht würden. Sie setzen sich für einen westlichen Chauvinismus und traditionelle Geschlechterrollen ein. Andere radikalisieren sich bis hin zum Attentat.

Im Seminar beschäftigen wir uns mit Textauszügen von Autorinnen und Autoren, die sich diesem Thema unter nationalen, kulturellen und religiösen Aspekten nähern.

Inhalte:

  • Vergleich von Geschlechterrollen in nationalen, kulturellen, religiösen Kontexten
  • Ehrbegriff und Feindbildkonstruktion
  • Hierarchie und Machtaufbau
  • Emanzipation und Solidarität
  • 30. Oktober 2021
    9:00 Uhr16:30 Uhr
  • Politische Akademie der SDS
    Europaallee 18
    66113 Saarbrücken

  • AnsprechpartnerIn
    Elena Steinmetz
    0681 - 906 26 - 11
    es@sdsaar.de



Uschi Schmidt-Lenhard, M.A.

Germanistin (Literaturwissenschaft, Linguistik, Soziologie und Kunstgeschichte), Publizistin (wissenschaftlicher) Literatur, Buchrezensionen, Filme, Hörfunk-Features, Vorsitzende der Wolfgang-Staudte Gesellschaft. Seit 2008 ist sie Dozentin für Autobiografie an VHS und Universität.

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Uschi Schmidt-Lenhard, M.A.