Vorträge und Lesungen

Lesung Sharon Dodua Otoo

Adas Raum

in Kooperation mit der Landeshauptstadt Saarbrücken

Ada erlebt die Ankunft der Portugiesen an der Goldküste des Landes, das einmal Ghana werden wird. Jahrhunderte später wird sie für sich und ihr Baby eine Wohnung in Berlin suchen. In einem Ausstellungskatalog fällt ihr Blick auf ein goldenes Armband, das sie durch die Zeiten und Wandlungen begleitet hat. Ada ist viele Frauen, sie lebt viele Leben. Sie erlebt das Elend, aber auch das Glück, Frau zu sein, sie ist Opfer, leistet Widerstand und kämpft für ihre Unabhängigkeit. Sharon Dodua Otoos Mut und ihre Lust zu erzählen, ihre Neugier, die Vergangenheit und die Gegenwart zu verstehen, machen atemlos. „Adas Raum" verwebt die Lebensgeschichten vieler Frauen zu einer Reise durch die Jahrhunderte und über Kontinente. Ein überraschender Roman, der davon erzählt, was es bedeutet, Frau zu sein.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Landeshauptstadt Saarbrücken.

  • 27. September 2022 | 19:00 Uhr
  • Politische Akademie der SDS
    Europaallee 18
    66113 Saarbrücken

  • AnsprechpartnerIn
    Dr. Verena Paul
    0681 906 26 - 24
    vp@sdsaar.de


Sharon Dodua Otoo

ist Schriftstellerin und politische Aktivistin. Sie schreibt Prosa und Essays und ist Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe „Witnessed". 2017 erschienen ihre ersten Novellen „die dinge, die ich denke, während ich höflich lächle" sowie „Synchronicity". Mit dem Text „Herr Gröttrup setzt sich hin" gewann Otoo 2016 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2020 hielt sie die Klagenfurter Rede zur Literatur „Dürfen Schwarze Blumen Malen?". Politisch aktiv ist Otoo bei der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V., Phoenix e.V. und ist verbunden mit dem Schwarzen queer-feministischen Verein ADEFRA. 2021 erscheint ihr erster Roman „Adas Raum" im S. Fischer Verlag. Im Sommer 2022 folgte „Herr Gröttrup setzt sich hin". 2022 war Sharon Dodua Otoo Schroeder Writer-in-Residence an der Universität Cambridge.

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Sharon Dodua Otoo © 2020 Tahir Della


„Otoos Art, persönliches und historisches Leid zu brechen zugunsten einer funkenstiebenden artistischen Erzählkonstruktion, lässt diese Geschichte zu einem literarischen Abenteuer werden." Denis Scheck, WDR

„Otoos literarisches Spiel mit Perspektiven ist eine Ode an die Erzählkraft der Objektwelt, die zum ständigen, machtlosen Bezeugen des Weltgeschehens verdammt ist." Anna Covell, Süddeutsche Zeitung, SZ Extra