Online-Vortrag

Auf dem Kreuzzug

Wie Rechte und AntifeministInnen gemeinsame Sache in Europa machen

In fast allen europäischen Ländern sind rechtspopulistische Parteien auf dem Vormarsch, in manchen regieren sie bereits und bauen den Staat nach ihren Vorstellungen um. Ihr gemeinsamer Feind: zentrale Werte des europäischen Projekts wie Offenheit, Pluralismus und Minderheitenschutz. Ein besonders umkämpfter Bereich sind emanzipatorische Errungenschaften und sexuelle sowie reproduktive Rechte, also das Recht von Frauen und LGBTI, selbstbestimmt über den eigenen Körper zu entscheiden. Rechtskonservative bis neofaschistische Kräfte gehen europaweit und bis in die USA Allianzen mit religiösen FundamentalistInnen ein, um Verhütung, sichere Schwangerschaftsabbrüche oder die „Homolobby" zu bekämpfen. Die dahinter stehenden Netzwerke reichen weit und sind eng gestrickt. Der Vortrag zeigt, wie RechtspopulistInnen kooperieren, um ihre antifeministische Agenda durchzusetzen. Was verbindet sie, was wollen sie erreichen – und wer steht dahinter?

  • 14. Juni 2021 | 18:00 Uhr
  • AnsprechpartnerIn
    Carmen Oschmann
    0681 - 906 26 - 21
    co@sdsaar.de


Patricia Hecht

hat für Radio und Print gearbeitet, unter anderem in Mexiko und Kolumbien, bevor sie 2012 zur taz kam. Sie war Chefin vom Dienst im Berlinteil, für die Planung der vorderen Seiten verantwortlich und arbeitet heute als Genderredakteurin im Inlandsressort. Zu ihren thematischen Schwerpunkten gehören reproduktive Rechte und Antifeminismus. Sie ist Teil des internationalen Rechercheverbunds Europes Far Right zu Strategien und Netzwerken der europäischen Rechten.

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Patricia Hecht