Vorträge und Lesungen

Vortrag

Demokratie als Zumutung

Die Demokratie wird angegriffen, von äußeren Feinden, aber auch von autoritären Bewegungen im Inneren. Da scheint es naheliegend, für die Demokratie zu „werben“, ihre Attraktivität herauszustellen. Doch demokratisches Regieren legitimiert sich eigentlich nicht allein durch wachsenden Wohlstand, sondern durch die Möglichkeit, in Würde zu leben. In diesem Sinne kann Demokratie durchaus unbequem sein: Sie nimmt Bürger:innen in Anspruch. Der Klimawandel wird dazu führen, dass solche demokratischen Zumutungen an Bedeutung gewinnen – höchste Zeit also, über die Geschichte und Gegenwart demokratischer Zumutungen zu reflektieren.

  • 13. März 2024 | 18:00 Uhr
  • Politische Akademie der SDS
    Europaallee 18
    66113 Saarbrücken

  • Online

  • AnsprechpartnerIn
    Dr. Verena Paul
    0681 906 26 - 24
    vp@sdsaar.de


PD Dr. Felix Heidenreich

studierte Politikwissenschaften und Philosophie in Heidelberg. Er ist wissenschaftlicher Koordinator am Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT) der Universität Stuttgart und lehrt im Fachbereich Politische Theorie. Zu seinen letzten Publikationen gehören „Demokratie als Zumutung – für eine andere Bürgerlichkeit“ (2022) und „Demokratie und Nachhaltigkeit – Eine politische Theorie“ (2023).

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PD Dr. Felix Heidenreich


Themenreihe 3:

DEMOkratie

Unsere modernen Gesellschaften sind ziemlich gut darin, isolierte und spezielle Probleme zu lösen, aber mit der Bewältigung kollektiver Herausforderungen sind wir überfordert, weil in der Praxis unterschiedliche Interessen, Ziele, Erwartungen und Wertigkeiten kollidieren, so die These des Soziologen Armin Nassehi. Wie zerbrechlich oder wie wehrhaft ist die Demokratie angesichts dieser Prognose?