Vorträge und Lesungen

Diskussion

Frankreich nach den Wahlen

  • Am 22. Juni, also am Tag dieser Diskussionsveranstaltung, ist die Präsidentschaftswahl in Frankreich seit etwa zwei Monaten vorbei. Der Präsident ist bereits gewählt, die Regierung steht.
  • Am 19. Juni, also drei Tage vor dieser Veranstaltung, werden die Stichwahlen zur Nationalversammlung stattgefunden haben, so dass dann auch die Zusammensetzung der beiden Kammern (Sénat und Assemblée nationale) bekannt ist.
  • Am 30. Juni, also acht Tage nach dieser Diskussionsveranstaltung, endet die EU-Ratspräsidentschaft Frankreichs.

Dies sind drei Daten, welche nicht nur für Frankreich selbst, sondern mindestens auch für die Europäische Union und für Europa als Kontinent maßgeblich sind. Wie wird sich Frankreich aufstellen, wie einbringen? Die Herausforderungen sind immens und scheinen immer zahlreicher und größer zu werden statt abzunehmen. Frankreichs Haltung spielt bei den Versuchen, die Probleme zu bewältigen, eine wesentliche Rolle, sei es innerhalb der EU, sei es in Afrika oder auch innerhalb der NATO. Die Entscheidungen Frankreichs beeinflussen das Schicksal vieler Staaten dieser Welt.

Prof. Joachim Schild und Prof. Henri Ménudier sind zwei ausgewiesene Kenner Frankreichs, welche - der eine aus deutscher, der andere aus französischer Sicht - die Wahlergebnisse analysieren und einen Ausblick darauf wagen, wie Frankreich sich positionieren wird. Moderiert wird die Diskussion von Prof. em. Adolf Kimmel, ebenfalls ein ausgewiesener Frankreichkenner.

  • 22. Juni 2022 | 18:00 Uhr
  • Politische Akademie der SDS
    Europaallee 18
    66113 Saarbrücken

  • AnsprechpartnerIn
    Carmen Oschmann
    0681 - 906 26 - 21
    co@sdsaar.de


Prof. Dr. Adolf Kimmel

Nach dem Studium der Geschichte und der Politikwissenschaft Assistententätigkeit an der Universität des Saarlandes (Neuere Geschichte) und Habilitation für das Fach Politikwissenschaft. Nach Lehrstuhlvertretungen in Bochum und München Professor für Politikwissenschaft an den Universitäten Würzburg und Trier (bis 2004).

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Prof. Dr. Adolf Kimmel

Prof. Dr. Henri Ménudier

Germanist und Politologe, hat an den Pariser Eliteschulen (Sc. Po. und ENA) sowie an der Sorbonne unterrichtet. Er war mehrfach Gastprofessor an deutschen Universitäten. Seine Themen: Deutschland nach 1945, das deutsch-französische Verhältnis in Europa und die französische Politik. Sein letzes Buch mit Sylvie Feja: 1981 - 2021 Deutsch-Französische Regionalpartnerschaft - Un jumelage régional franco-allemand: Mittelfranken, Bayern / Limousin, Nouvelle-Aquitaine Moyenne-Franconie, Bavière / Limousin, Nouvelle-Aquitaine.

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Prof. Dr. Henri Ménudier

Prof. Dr. Joachim Schild

Studium der Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre, Soziologie und Romanistik an den Universitäten Bamberg, Toulouse Le Mirail und an der Freien Universität Berlin; Diplom in Politikwissenschaften an der FU Berlin. Promotion an der Universität Stuttgart 1999.
Joachim Schild ist seit Ende 2003 Professur für Politikwissenschaft/Vergleichende Regierungslehre an der Universität Trier. Forschungsschwerpunkte: Deutsch-französische Beziehungen im Rahmen der Europäischen Union, französische und deutsche Europapolitik, politische Ökonomie europäischer Integration; politisches System der V. Französischen Republik.
Letzte Veröffentlichung (mit David Howarth) 2021: 'Nein to "Transfer Union": the German Brake on the Construction of a European Union Fiscal Capacity', Journal of European Integration, 43:2, 207-224, DOI: 10.1080/07036337.2021.1877690;

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Prof. Dr. Joachim Schild