Vorträge und Lesungen

Vortrag

Gut gemeint ist nicht gut genug

Gibt es eine neue Qualität von Antisemitismus?

Die Zahl der statistisch erfassten antisemitischen Straftaten hat in Deutschland in den letzten Jahren immer weiter zugenommen, und immer mehr Juden fühlen sich dadurch bedroht. Doch diese Steigerung bedeutet nicht zwingend, dass die antisemitischen Einstellungen in gleicher Weise zugenommen haben, denn das Phänomen lässt sich auch mit einer stärkeren Sensibilisierung für das Problem erklären. Dies ist eine der Fragestellungen, mit denen sich die Referenten beschäftigen, aber auch: Was ist eigentlich Antisemitismus? Ist es nicht kontraproduktiv, wenn einem Kritiker der Politik Israels von vorneherein ein verdeckter Antisemitismus unterstellt wird? Und: Wie lässt sich Antisemitismus am besten bekämpfen, beziehungsweise, welche Fehler werden bei diesem Versuch gemacht?

  • 09. Mai 2022 | 18:00 Uhr
  • Politische Akademie der SDS
    Europaallee 18
    66113 Saarbrücken

  • Livestream bei YouTube

  • AnsprechpartnerIn
    Carmen Oschmann
    0681 - 906 26 - 21
    co@sdsaar.de


Shimon Stein

geb. 1948 in Chadera (Völkerbundsmandat für Palästina), ist derzeit Senior Research Fellow am Institut für Nationale Sicherheitsstudien (INSS) der Universität Tel Aviv. Er kann auf eine lange Karriere im Diplomatischen Dienst zurückblicken, dem er 1974 beigetreten ist. Im israelischen Außenministerium hatte er leitende Positionen in unterschiedlichen Abteilungen inne und war zwischenzeitlich auch in die Botschaften nach Bonn und Washington entsandt. Zuletzt war er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2007 israelischer Botschafter in Deutschland. Neben seiner Forschungstätigkeit am INSS ist er als politischer Berater und Autor tätig.

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Shimon Stein

Prof. em. Dr. Moshe Zimmermann

geb. 1943 in Jerusalem, Professor (emeritus) für deutsche Geschichte. 1986-2013 Direktor des Richard-Koebner-Zentrum für Deutsche Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem. Er ist Autor zahlreicher Publikationen zu Nationalismus, Antisemitismus, Sportgeschichte, Filmgeschichte und zur deutsch-jüdischen Geschichte und zu den deutsch-israelischen Beziehungen. U.a. Träger des Humboldt-Forschungspreises 1993, des Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preises des DAAD 1997. Zu seinen Publikationen gehören u.a. „Die deutschen Juden 1914-1945" (1997) und „Vom Rhein an den Jordan" (2016).

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Prof. em. Dr. Moshe Zimmermann