Vorträge und Lesungen

Literarisches Kammerkonzert

»Ich hatte einst ein schönes Vaterland ...«

„Ich hatte einst ein schönes Vaterland ...", dichtete Heinrich Heine 1832 im Pariser Exil. Roman Knižka und das Bläserquintett OPUS 45 wählen diese Worte als Leitspruch ihres literarischen Kammerkonzerts anlässlich des Festjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Roman Knižka liest u. a. Texte von Moses Mendelssohn, dem Philosophen der Aufklärung, der Schriftstellerin Rahel Levin Varnhagen, die sich für eine jüdische und feministische Emanzipation einsetzte, des Feuilletonisten Ludwig Börne und der Dichterin Mascha Kaléko. 1955 begab diese sich in New York an Bord eines Schiffes, das nach Deutschland fuhr: „Einmal möchte ich es noch sehen, jenes Land, / Das in fremde Welten mich verbannt", dichtete sie damals, 17 Jahre nach ihrer Emigration in die USA.
Die szenische Lesung wird begleitet vom Bläserquintett OPUS 45, das u.a. Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Alexander Zemlinsky, Jacques Ibert, Endre Szervánszky, Pavel Haas und György Ligeti zu Gehör bringt.

  • 10. Oktober 2021 | 18:00 Uhr
  • Politische Akademie der SDS
    Europaallee 18
    66113 Saarbrücken

  • AnsprechpartnerIn
    Elena Steinmetz
    0681 - 906 26 - 11
    es@sdsaar.de


Roman Knižka

geboren 1970 in Bautzen, floh noch vor dem Mauerfall aus der DDR. Zuvor erlernte er an der Dresdener Semperoper den Beruf des Theatertischlers und später studierte er an der Bochumer Schauspiel-Schule. Während des Studiums spielte er zunächst am dortigen Schauspielhaus und begann dann, sich in der Filmproduktion einen Namen zu machen. Daneben spricht er regelmäßig Hörbücher ein und ist mit großem Erfolg auf der Bühne aktiv. Zu seinen Projekten gehören auch „1700 Jahre", „Rechte Gewalt in Deutschland", „NS-Widerstand" und viele Andere, die sich mit dem Thema Rechtextremismus und Nationalsozialismus kritisch auseinandersetzen. Ebenfalls beteiligt er sich auch an Projekten für Kinder.

Begleitet wird Roman Knižka, bei all seinen Projekten, von OPUS 45. OPUS 45 ist ein Ensemble, welches sich bei einem Berliner Orchesterprojekt gründete. So entstanden durch ein Zusammenspiel des Quintetts und Knižkas szenische Lesungen.

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© Jens Koch


Dieses Konzert ist eingebunden in das bundesweite Festjahr #2021JLID, das der Verein »321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.« organisiert und koordiniert. Weitere Kooperationspartner sind die Heinrich Böll Stiftung Saar sowie die Stiftung Demokratie Saarland.


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