Vorträge und Lesungen

Vortrag

„Wie die Krim ‚russisch‘ wurde...“

Über die Strategien der Aneignung eines Kolonialen Erwerbs

Die Ende Februar 2014 beginnende und auch im Jahr 2021 noch ungelöste sog. Krim-Krise hat der westlichen Öffentlichkeit deutlich gemacht, dass die Halbinsel im Schwarzen Meer mehr oder weniger immer noch eine terra incognita für sie ist. Mit großem Erstaunen wird seitdem immer wieder gefragt, warum die Krim für Russland eine so große Bedeutung hat, dass sie die Ächtung der Europäischen Union bereit ist auf sich zunehmen. Tatsächlich ist die 1783 annektierte Krim für die überwiegende Zahl der Russen und Russinnen ein hochemotionalisierter, unveräußerlicher Teil Russlands. Der Vortrag wird diesen komplexen Aneignungsprozess nachzeichnen.

  • 20. Dezember 2021 | 18:00 Uhr
  • Politische Akademie der SDS
    Europaallee 18
    66113 Saarbrücken

  • Livestream bei YouTube

  • AnsprechpartnerIn
    Carmen Oschmann
    0681 - 906 26 - 21
    co@sdsaar.de


Kerstin Jobst

lehrt seit 2012 am Institut für Osteuropäische Geschichte an der Universität Wien. Sie forscht hauptsächlich zur Schwarzmeerregion einschließlich der Halbinsel Krim, zum Kaukasus und zur Habsburgermonarchie. Sie ist u.a. Mitherausgeberin der Österreichischen Zeitschrift für Geschichtswissenschaft. Ihr neuestes Buch ist „Geschichter der Krim. Iphigenie und Putin auf der Krim" (Berlin/Boston 2020). In ihrem Vortrag wird Jobst die Genese russischer Ansprüche auf die Halbinsel nachzeichnen und einordnen.

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Kerstin Jobst