Vorträge und Lesungen

Lesung Katerina Poladjan

Zukunftsmusik

im Rahmen der Lesereihe BÖLL & HOFSTÄTTER in der Stiftung Demokratie Saarland

Die Geschichte eines Aufbruchs: In der sibirischen Weite, tausende Werst östlich von Moskau, leben in einer Kommunalka auf engstem Raum Großmutter, Mutter, Tochter und Enkelin unter dem bröckelnden Putz einer vergangenen Zeit. Es ist der 11. März 1985, Beginn einer Zeitenwende, von der noch niemand etwas ahnt. Alle gehen ihrem Alltag nach. Der Ingenieur von nebenan versucht, sein Leben in Kästchen zu sortieren, Warwara hilft einem Kind auf die Welt, Maria träumt von der Liebe, Janka will am Abend in der Küche singen. „Zukunftsmusik" ist ein großer Roman über vier Leben am Wendepunkt, über eine untergegangene Welt, die bis heute nachwirkt, über die Absurdität des Daseins und die große Frage des Hier und Jetzt: Was tun?

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Saar und Ludwig Hofstätter im Rahmen der Lesereihe BÖLL & HOFSTÄTTER in der Stiftung Demokratie Saarland.

Wichtiger Hinweis

Die Eintrittskarten (8 Euro, erm. 5 Euro) erhalten Sie in der Buchhandlung St. Johann, Kronenstraße 6, 66111 Saarbrücken, Tel.: 0681-95805464 oder über: buchhandlung.st.johann@t-online.de

  • 30. November 2022 | 19:00 Uhr
  • Politische Akademie der SDS
    Europaallee 18
    66113 Saarbrücken

  • AnsprechpartnerIn
    Dr. Verena Paul
    0681 906 26 - 24
    vp@sdsaar.de


Katerina Poladjan

geb. 1971 in Moskau, lebt seit 1979 in Deutschland. Auf ihr Prosadebüt „In einer Nacht, woanders" folgte „Vielleicht Marseille" und gemeinsam mit Henning Fritsch schrieb sie den literarischen Reisebericht „Hinter Sibirien". Im Juni 2019 erschien ihr dritter Roman „Hier sind Löwen" beim S. Fischer Verlag. Katerina Poladjan absolvierte ein Studium der Angewandten Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität in Lüneburg und ein Studium der Darstellenden Kunst in München. Sie nahm 2015 bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt teil, war für den Alfred-Döblin-Preis nominiert und erhielt Stipendien des Deutschen Literaturfonds, des Berliner Senats und der Robert Bosch Stiftung. 2016 war sie Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. 2021 wurde sie mit dem Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund ausgezeichnet. 2022 erhielt sie den Chamisso-Preis der Stadt Dresden und den Rheingau-Literaturpreis.

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Katerina Poladjan © Henning Fritsch


Pressestimmen

„Der Roman ‚Zukunftsmusik' ist ein Hoffnungs- und ein Trostbuch. Eine literarische Verteidigung der Menschlichkeit unter den besonderen Bedingungen der Macht." Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung

„Katerina Poladjan hat mit ‚Zukunftsmusik' einen der ganz großen deutschen Gegenwartsromane geschrieben, den man jetzt in Zeiten des Krieges anders liest als noch in der Zeit des Friedens." Denis Scheck, WDR 2

Katerina Poladjan „gelingt ein kleines, schimmerndes Alphabet der Gefühle in der späten Sowjetunion." Maike Albath, Süddeutsche Zeitung